RHUM-RUM 2013 in 4' video

Written by Guilhem Barruol on Samstag, 04 Januar 2014. Posted in Cruise 2013

THE RHUM-RUM OBS RECOVERY IN 4 MINUTES ON YOUTUBE

 

GoPro video summarizing in 4 minutes the RHUM-RUM 2013 experiment!

GoPro Hero 3 : Ocean bottom seismometers RHUM-RUM     

Kindly prepared par Emile Barruol

 

Alle Seismometer sind zurück!

Written by Karin Sigloch on Samstag, 30 November 2013.

29. November 2013

Heute Nachmittag bei strahlender Sonne, 200 km südöstlich von Mauritius, zogen wir Ozeanbodenseismometer RR56 aus dem Meer – nun ist auch das letzte OBS zurück. Sein Aufstieg wurde vielleicht von einem Wal begleitet, jedenfalls tauchte das große Tier gleich nach der OBS-Bergung unmittelbar neben dem Schiff auf. Es tauchte zweimal unter dem Rumpf hin und her (an Deck gefolgt von einer Herde aufgeregter Wissenschaftler) und verschwand dann im Blauen. Vielleicht ein Abschiedsgruß von Neptun, der unserem Experiment wohlgesonnen war.

 57 Seismometer ausgelegt, 57 wieder zurück ein Jahr später – große Erleichterung bei den Technikern und Wissenschaftlern. Die Bedingungen im Salzwasser sind schwierig, und die Technik hat leider auch Schwächen, so dass Verluste nicht unerwartet gekommen wären. Bei einem derartigen Experiment braucht man auf jeden Fall Glück, aber wenn 100% der Geräte zurückkehren, dann weiß man auch, dass man etwas richtig gemacht hat. Vielen Dank an unsere extrem professionellen OBS-Teams: Erik, Edith, Maria, Kasra und Juan für die deutschen Geräte, und Romuald und Xuan für die französischen OBS!

 

"Die Sonne, die Sonne, von der Meteor"

Written by Karin Sigloch on Montag, 25 November 2013. Posted in Cruise 2013

24. November 2013, Karin Sigloch

 

Zufallsbegegnung auf hoher See: Forschungsschiff "Sonne" im Vordergrund, "Meteor" im Hintergrund

"Die Sonne, die Sonne, von der Meteor" -- mit diesen Worte rief unser Kapitän heute Morgen das Forschungsschiff "Sonne" am Horizont an. Es ist ein seltener Zufall, wenn sich zwei große Forschungsschiffe auf hoher See begegnen, und für die Sonne (seit 1977 im Dienst) und die Meteor (seit 1986) passierte es heute zum ersten Mal überhaupt. Es wird wohl auch das einzige Mal bleiben, da die "alte" Sonne Mitte 2014 ausgemustert wird, wenn ihre Nachfolgerin vom Stapel läuft.


So wollten wir sie unbedingt treffen, als wir vor etwa zehn Tagen erfuhren, dass die Sonne in unmittelbarer Nähe unserer Station RR51 und im richtigen Zeitfenster den Mittelindischen Rücken kartieren würde. Dem Fahrtleiter auf der Sonne, Ulrich Schwarz-Schampera von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, ging es genauso, und auch bei den Besatzungen beider Schiffe war die Erwartung und Vorfreude groß.

 

 Es war ein bewegender Moment, als die altehrwürdige Sonne gegen Mittag langsam vor unserem Bug kreuzte und sich neben die Meteor hinlegte. (Leider fehlt zu dem Foto der Originalton. Aus großen Lautsprechern schallten wir ihr Begrüßungslieder entgegen: "Wo meine Sonne scheint, und wo meine Sterne stehen" und "Die rote Sonne von Barbados", gefolgt von Sonne à la Rammstein und "Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf'm Sonnendeck".)

 

In der Tat setzte bald danach ein reges Hin und Her von Schlauchbooten und Besuchern ein. Wir staunten, wie das 1969 als Fischtrawler gebaute Schiff auch auf seine alten Tage noch mit dem leistungsfähigsten Forschungsgerät ausgestattet ist. Gegen 17 Uhr fuhren wir dann weiter unseres Wegs, zufrieden mit diesem ganz besonderen Sonntag.

 

Blog des Kapitäns (2)

Written by Michael Schneider on Mittwoch, 20 November 2013. Posted in Cruise 2013

18./19. November, Michael Schneider, Kapitän der Meteor

 

Nach Station RR36: die Meteor hat "quasi auf dem Teller gedreht"

 

18.11.

Mittlerweile ist es Mitternacht, das OBS RR36 wurde ausgelöst und steigt wohl auf, letzten Aussagen zufolge soll es gegen 0030 Uhr auftauchen – mal schauen, wo es sich zeigt.

 

Das OBS ist stets für eine Überraschung gut, diesmal tauchte es in etwa zwei Kabel (ca. 370m) Entfernung und vier Strich ( = 45°) an Bb.-Seite auf. Ein kurzer Schlenker nach Backbord und dann wieder einer nach Steuerbord brachte uns an das OBS und es wurde ebenfalls, wie schon die anderen vier, als fünftes erfolgreich und unbeschädigt an Bord genommen. Für den Beginn des anschließenden Profils mit Multibeam und Magnetometer drehte METEOR über Steuerbord in knapp 4 Minuten in den neuen Kurs von 039° ein und beschrieb dabei einen fast perfekten Kreis mit einem Radius von 55m – bei einer Schiffslänge von knapp 100m also quasi „auf dem Teller gedreht.“

 

Den Tag über verbrachte man erneut mit Profilfahrt und am frühen Abend, noch vor dem Abendbrot, kam dann auch das OBS RR 37 an Bord. In 10-12 Stunden wird ein weiteres auftauchen und bitten weiter mitfahren zu dürfen.

 

19.11.

Heute morgen kurz vor 0800 Uhr tauchte das OBS RR 38 auf, hat mit dem Auftauchen etwas gewartet, wollte sich vielleicht noch hübsch machen, und wurde ebenso wie die anderen an Bord genommen. Das vom DWD beschrieben süße kleine Tief vor der Küste Südafrikas hat sich ein wenig entlang der Frontalzone nach Osten gemogelt und wird uns, da wir weiter nach Nordosten fahren, nicht mehr allzu sehr tangieren. Heute abend wird fleißig weiter eingesammelt und morgen nachmittag dann ein weiteres französisches OBS eingefangen – sie werden langsam aber sicher weniger, irgendwann kriegen wir sie alle, und das sogar ohne Danone Yoghurt :o).

Unter leichter Wetterbesserung und zunehmenden Sonnenstunden fährt METEOR weiter nach Nordosten der SONNE entgegen. Zum Wochenende besteht eine gute Chance, daß sich die Forschungsschiffe SONNE und METEOR zum ersten Mal in ihrem langen Schiffsleben begegnen könnten, „treffen“ sollte man vielleicht nicht sagen, das könnte ein böses „Entchen“ nehmen.

 

Der SONNE entgegen

Halos

Written by Alice Gabriel on Montag, 18 November 2013. Posted in Cruise 2013

Halos und unser Wetter für Alle

 

Beim Auslaufen aus Le Port, noch in den sanften Gewässern vor La Reunion, können wir einen farbenprächtigen Hof um die Sonne im ansonsten strahlend blauen Himmel bestaunen. Bei diesem Ring im 22 Grad Abstand zur niedrig stehenden Sonne, handelt es sich um den häufigsten der über 50 bekannten 'Halo' Effekte, welche durch Brechung des Sonnenlichtes an Eiskristallen, zum Beispiel in hohen Cirrus Wolken, entstehen.

Laut Seemannsregel kündigen Halos schlechtes Wetter an, was sich auch prompt in den nächsten Tagen bewahrheitet. Windböen, Regen, Donnergrollen und bis zu 3 Meter Dünung plus 2 Meter Windsee werden unsere Begleiter in Richtung Südwesten. Das Leid der Neuankömmlinge (und ihrer Magen) ist das Glück der Bordwetterwarte: eine interessante Wetterlage und kein 'langweiliges' Hoch! In den nächsten Tagen sehen wir Wetterballons bis in Höhen von über 20 km aufsteigen und Messdaten der Temperatur, Luftfeuchte und -druck mittels Radiosonde und Satellitenkommunikation direkt in das Datennetz des Deutschen Wetterdienstes einspeisen.
Damit werden nicht nur wir an Bord der Meteor über die uns bevorstehende Seegangs- und Wetterlage informiert sondern unsere Forschungsfahrt trägt auch zur globalen Wettererfassung, etwa für treibstoffsparende Flugroutenoptimierung, bei.

 

Kapitäns-Blog

Written by Michael Schneider on Sonntag, 17 November 2013. Posted in Cruise 2013

12.-16. November 2013, Michael Schneider, Kapitän der "Meteor"

Bergung eines französischen OBS

Am 12.11.’13 sind wir pünktlich von Réunion weggekommen, der Lotse ging etwa 1/4 Stunde nach Ablegen zwischen den Molenköpfen von Bord und wir machten uns auf den Weg zum Einsammeln der restlichen OBS. Die ersten beiden OBS sind vom französischen Typ (siehe Bild) und weil sie anscheinend empfindlicher sind als die anderen, werde ich diese also alle aufnehmen.

Das erste war am 13.11. morgens um ½ fünf eigentlich kein Problem, das zweite war dann in der Nacht nach 23 Uhr dran, natürlich im Regen und kurz vor Aufnehmen schob sich das OBS auf die Bb.-Seite, somit mußte ich nochmals leicht zurück und dann mit einem Schlenker wieder vorfahren. Neben dem Regen kam der Wind aus NE mit Bft 4 und die Dünung bis 3m aus SSE mit etwa 8-9s – das machte die Arbeit nicht gerade einfacher. Das OBS tauchte an Bb.-Seite auf und so mußte ich zunächst mit möglichst wenig Rollen des Schiffes unter Mithilfe des Windes das OBS an die Stb.-Seite bekommen, was dazu führte, daß ich den Wind quasi quer von Stb.-Seite hatte. Zum Aufnehmen brauchte ich den Wind aber wieder von Bb.-Seite und dann kam halt noch das schon erwähnte Wandern des OBS von Stb.- zur Bb.-Seite dazwischen. Natürlich trifft das OBS keine Schuld - es war meine, hätte etwas besser aufpassen müssen. Insgesamt werden 9 Stück dieses Typs aufgenommen, die übrigen sind „normale“ OBS (KUM Lobster).

Französisches OBS an Deck

Heute morgen am 15.11. soll ein weiteres franz. OBS geborgen werden, nachdem am frühen Nachmittag des Vortags ein KUM von Heike (1. NO) an Bord genommen worden war.

Das RR31 tauchte diesmal an Stb.-Seite auf querab vom Achterschiff etwa 30-50m. Da der Wind jedoch fast quer von Stb.-Seite einkam, mußte das Schiff natürlich gedreht werden, wobei es zunächst durch den Wind vom OBS abgetrieben wurde; letztlich kam das OBS praktisch an der Pforte an und konnte problemslos geborgen werden.

Die nächsten folgenden zwei sind wieder KUM-Geräte und danach wieder ein franz. OBS. Das ist wohl heute abend gegen 2030 Uhr dran.

So war es dann auch. Es tauchte kurz nach 2100 Uhr auf, allerdings ein ganzes Stück entfern an Stb.-Seite achteraus. Der Wind war mit Bft. 5 noch recht kräftig zunächst von Stb.-Seite und so driftete METEOR nach Dreh und Windeinfall von Bb.-Seite teilweise mit mehr als 2 kn auf das OBS zu. Auch dieses konnte dann ohne Schwierigkeiten um 2143 Uhr erfolgreich geborgen und an Bord genommen werden.

Die Wetterbedingungen werden zwar hinsichtlich Wind etwas günstiger, will heißen eine Abnahme des Windes, jedoch bleibt uns die Dünung nahezu mit 2 bis 2,5m erhalten. Für die Profilfahrt ist es unerheblich, für die Aufnahme der Geräte spielt es jedoch eine Rolle, da das Schiff dann mal ins Rollen kommt und eventuell die Suppe aus dem Teller schwappen könnte.

 

Bergung eines deutschen OBS ("KUM Lobster")

Leg 2

Written by Alice Gabriel, Karin Sigloch on Mittwoch, 20 November 2013. Posted in Cruise 2013

12. November 2013, Karin Sigloch / Alice Gabriel

 

Reise- und Stationskarte. Der regenbogenfarbige Hintergrund zeigt Struktur und Tiefe des Meeresbodens (in Meter). Schwarze Linien kennzeichnen die Strecke des ersten Reiseabschnittsin dem 28 deutsche Ozeanbodenseismometer (rote Kreise) aufgenommen wurden. Im zweiten Abschnitt werden französische und deutsche Instrumente geborgen (blaue und rote Symbole).

Wie dem aufmerksamen Leser nicht verborgen geblieben sein wird, befinden wir uns schon mitten im zweiten Teil unserer Reise, der uns in einem großen Bogen weit südlich von La Reunion führt.

Während eines zwei-tägigen Zwischenstopps in Le Port de La Réunion sind 9 neue Wissenschaftler, auch die französische OBS Mannschaft, an Bord gekommen während 11 Wissenschaftler des 1. Teils "ausgeschifft" haben. Im zweiten Leg nehmen wir abwechselnd französische und deutsche Ozeanbodenseismometer auf. Unsere 6000 km lange Reiseroute (rote Linie auf obiger Karte) folgt in weiten Teilen zwei großen mittelozeanischen Rücken, deren riesige unterseeischen Gebirgsketten als geringe Meerestiefen in gelblich orangen Farben auf der Karte erscheinen. Den südlichsten Punkt der Reise (Station RR36) haben wir in den letzten Tagen passiert, und folgen nun der Spreizungszone des Südwestindischen Rücken, um später entlang des Zentralindischen Rücken zu fahren.

Wir werden dabei, wie auch im ersten Abschnitt, den Meeresboden kartieren, und außerdem in einem späteren Teil der Reise 2 MERMAIDS, Prototypen in mehrerer hundert Meter Tiefe schwebender Seismometer der Universität Nizza sind, aussetzen.

 Blick zurück nach La Réunion, wenige Stunden nach Abreise. Die Insel, mit ihren 3000 m hohen Vulkanen fungiert anscheinend als Wolkenfänger, während die heiße tropische Sonne über dem Indischen Ozean, und uns, brennt.

 

 

Zum Vulkan

Written by Karin Sigloch on Montag, 11 November 2013. Posted in Cruise 2013

9. November 2013

Gruppenbild Leg 1. Seit unserer Abfahrt von Mauritius vor 19 Tagen haben wir 28 von 28 geplanten Ozeanbodenseismometern erfolgreich wieder eingeholt. Hier und da nahmen wir uns Zeit, etwas abseits des Weges zusätzliche Teile des Meeresbodens mit dem Fächerecholot vermessen. Dabei haben wir das zentrale Objekt unserer wissenschaftlichen Neugier, den “Hotspot” von La Réunion, von allen Seiten umkreist. Jetzt, am letzten Tag des ersten Fahrtabschnitts, fahren wir endlich direkt auf ihn zu. Die Meteor sollte die spektakuläre Vulkaninsel am frühen Morgen erreichen, und dort endet die erste Hälfte unserer Messfahrt.

Neues Tauchparadies entdeckt!

Written by Heiner Igel on Mittwoch, 30 Oktober 2013. Posted in Cruise 2013

30. Oktober 2013

Sind Sie auf der Suche nach einem interessanten Ort für Tiefseetauchen?

Wir hätten da was für Sie! Letzte Nacht um etwas 2 Uhr (ich gebe zu, ich hatte keinen Schichtdienst und schlief) sind wir über eine faszinierende Stelle im Indischen Ozean gefahren: ein „Seamount“. Die durchschnittliche Wassertiefe hier ist etwa 5000m. Innerhalb weniger Meilen steigt der Meeresboden hier an bis zu einer Tiefe von nur 50m! 
 
Stellen Sie sich Mt Blanc unter Wasser vor. So ähnlich sind die Dimensionen.Seamounts sind ein faszinierendes Phänomen auf unserem Planeten. Sie meistens bestehen aus erloschenen Vulkanen, die vom Meer abgetragen sind und nicht mehr als Inseln in Erscheinung treten. Man schätzt, dass es etwa  100000 (!) Seamounts unter den Ozeanen gibt, die darauf warten erforscht zu werden. Der von uns überfahrene Seamount ist aus  Satellitendaten bekannt (also, ok, wir haben ihn nicht wirklich entdeckt) aber es ist das erste Mal, dass seine Oberfläche mitSonarsignalen genau untersucht wird.
 
Dieses Verfahren schickt akustische Signale ins Wasser und die Reflektionen ergeben ein Bild des Meeresbodens ähnlich derer bei medizinischen Anwendungen. Und natürlich gibt es immer wieder jemand, der in den Monitorraum kommt und sagt „Oh, es ist ein Junge!“.
Yann, unser erfahrener Taucher, meint 50m Wassertiefe ist machbar mit Standardtauchausrüstung. Mit großer Wahrscheinlichkeit befindet sich am Gipfel des Seamounts eine extrem interessante Umgebung, was die biologische Vielfalt betrifft, ähnlich wie bei Korallenriffen. Also, denken Sie daran bei der Planung der nächsten Tauchreise. 
 
Es ist allerdings zu beachten, dass die nächste Bar ca. 500km entfernt ist!
cheers
 
Heiner
 

 

Wellen

Written by Jason Phipps Morgan, Simon Stähler on Mittwoch, 30 Oktober 2013. Posted in Cruise 2013

29. Oktober 2013

 

 

Wozu man auf dem Schiff immer Gelegenheit hat, ist den Wellen zuzusehn. Wenn man es zuhause mal schafft, im Deutschlandfunk den Seewetterbericht zu erwischen, kennt man die Skala von 0 bis 12, von ruhiger See bis zum Orkan, aber man weiß noch nicht, was das Meer daraus macht, nichts von der Dünung, dem Kräuseln, den feinen Gischtkronen, dem wild verwehtem Schaum oder den Brechern, die das ganze Schiff erbeben lassen.

Der Seewetterbericht unterscheidet zwischen der Windsee, die der Wind direkt um uns herum auslöst und der Dünung, auch Schwell genannt, den langen Wellen, die unbeeindruckt unter dem Schiff durchlaufen, es, wie der Atem der See, heben und senken, wenn man in ihre Richtung fährt oder es beängstigend rollen, falls man quer zu ihnen unterwegs ist. Wenn man annimmt, dass sie immer vom nächsten schweren Sturmgebiet her anrollen, kann man auch bei bedecktem Himmel die Himmelsrichtungen ahnen, zumal in der Nähe der stürmischen südlichen Ozeane.

Der Seewetterbericht vermeldet die Höhe der Wellen für den Tag, aber nicht ihren sich ständig wandelnden Charakter. Am Mittag ereilte uns ein kurzer, stürmischer Schauer, geschickt vom ehemaligen Tropensturm, der uns seit Tagen folgt und die Welt in graue, tiefe Wolken hüllt. Nach dem Regenguss war die See bedeckt von einem Mosaik winzigen Kräuselns und voller Schaumfetzen, die entstanden, sich langzogen und verschluckt wurden von der klaren, blauen, vielleicht zwei Meter hohen Dünung. Schnell wie ein Pferd, lief sie von achtern kommend, unter uns durch, wiegte das Schiff, und die Schaumgebilde darauf schienen fast lebendig. Ganz anders als der kalte Schwell gleicher Höhe, mit harten, weißen Gischtkappen, den wir eine halbe Stunde vor dem Schauer durchpflügt hatten.

 

Wir sind wieder da!

Written by Maria Tsekhmistrenko on Freitag, 25 Oktober 2013. Posted in Cruise 2013

12000 km die das Schiff zurücklegen muss. 57 OBS warten auf uns in den tiefen Weiten des indischen Ozeans. 43 Tage auf hoher See.

24 Wissenschaftler versammelt auf der beeindruckenden Meteor. 10 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit. 2 Legs. 1 großes Projekt. RHUM-RUM.

Ein Jahr später, ein Jahr des Wartens, ein Jahr der unerträglichen Wissbegierde. Wir sind zurück um die OBS, welche wir ein Jahr zuvor ausgesetzt haben, wieder einzuholen. Nach dieser Zeit hatten die Ozean Boden Seismometer genug Zeit um viele Daten einzuholen.

Das Einholen der Geräte hat bereits begonnen und mit jedem OBS sammeln wir mehr Daten. Wertvolle Daten, welche dazu dienen, den Hot Spot unter La Reunion zu visualisieren. Doch stellt sich die Frage: Werden die Instrumente die erwarteten Daten liefern?

Noch 44 Tage und 54 OBS einzuholen um es heraus zu finden.

 

Ende der ersten Cruise – 2013 geht es wieder hinaus

Written by Karin Sigloch on Sonntag, 28 Oktober 2012. Posted in Cruise 2012

26. Oktober 2012

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Die “Marion Dufresne” kehrte heute gegen 9:00 nach Le Port zurück – das Ende unserer Ausfahrt. In den letzten vier Wochen haben wir 57 Breitbandseismometer entlang unserer 15000 km langen Route ausgesetzt. Zusätzlich wurden bathymetrische, gravimetrische und magnetische Daten entlang der gesamten Route und auf ausgewählten zusätzlichen Profilen gesammelt. Im Oktober 2013 wird es wieder hinaus gehen, um die Seismometer und ihre Daten vom Meeresboden heraufzuholen, dann mit dem deutschen Forschungsschiff “Meteor”.

Unser Schiffsarzt Pierre Henry hatte glücklicherweise nicht viele Patienten. So verbrachte er viel Zeit mit Zeichnen und Malen, besonders von Szenen des Bordalltags, wie im Beispiel oben.

Ein Leben nach der Marion Dufresne?

Written by Maria Tsekhmistrenko on Sonntag, 28 Oktober 2012. Posted in Cruise 2012

25. Oktober 2012

Der letzte Tag ist angebrochen. Nur noch wenige Stunden bis wir schließlich von Bord gehen und erstmals seit Wochen wieder festen Boden unter den Füssen spüren werden.

SAM 2233

Wir verlassen das Schiff, welches uns, wenn für auch nur relativ kurze Zeit, ein Zuhause war.

Wehmütig habe ich die letzten Tage meinen Kaffee auf meinem Lieblingsplatz draußen auf dem Deck genossen. Niemals ist mir der Blick auf den indischen Ozean langweilig erschienen. Jeden Tag habe ich voll und ganz genossen, und viele Augenblicke von dieser Forschungsfahrt gehen mir durch den Kopf, während ich hier sitze:

Jeans Käseplatte; Patrik, unser bester Freund hinter der Bar; Chris wie er begeistert nach Mitspielern für Kicker sucht nach jeder Mahlzeit; Hennings langer Marsch nach seinem „big, black, bad“ –Kaffee; Karins und Guilhems eifriges Suchen nach dem perfekten Spot für das OBS; Sachas unermüdliche Nachtschichten, die einem die langen Stunden angenehmer machen; Heiners Gitarrenspiel; Oliviers tägliche Aufforderungen nach neuen „Freiwilligen“ für den Talk; der geballte Marsch der Offiziere zum Abendessen; die Deployments, die Marion Dufresne, der Ozean…

Ich danke allen, die auf dieser Forschungsfahrt (LEG 1 und 2) dabei waren für diese unglaublich tolle, aufregende, lehrreiche, faszinierende und definitiv unvergessliche Zeit auf diesem Schiff.

Letztes OBS ausgelegt und gefeiert

Written by Karin Sigloch on Sonntag, 28 Oktober 2012. Posted in Cruise 2012

23. Oktober 2012

Gestern Nachmittag haben wir unser 57. und letztes Ozeanbodenseismometer ausgelegt. Eine kleine Feier ging dem erfreulichen Ereignis voraus.

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Besonderes Outfit für den besonderen Anlass: Christine Läderach und Henning Kirk marschieren aufs Achterdeck für den letzten OBS-Funktionscheck und für die Feierlichkeiten vor dem Abtauchen. (Foto: Maria Tsekhmistrenko)

 

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Fahrtleiter Guilhem Barruol richtete seine Ansprache an zahlreich erschienenes Publikum (praktisch das ganze Schiff). Dann verliehen wir Große RHUM-RUM Medaillen an die drei Bootsmänner Arthur, Gilles, Jérôme und ihre Teams, mit Dank für ihre fachmännische Hilfe und jederzeit gute Laune, rund um die Uhr. (Foto: Wayne Crawford)

 

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Unmittelbar darauf wurde das letzte OBS von Arthurs Team ausgesetzt. Hoffentlich zeichnet es jetzt bis 2013 seismische Signale auf dem Meeresboden auf, wie seine 56 vorangegangenen Kollegen. An diesem Meilenstein für unser Projekt öffnete Satish Singh etliche Flaschen Champagner für alle Beteiligten. (Foto: Karin Sigloch)

 

RHUMRUM-GroupPhoto

Frohe Gesichter beim Aussetzen des letzten OBS: Wissenschaftler und Schiffbesatzung der Messfahrt MD 192, Leg 2. (Foto: Wayne Crawford)

SWIR-Array ausgelegt

Written by Chris Scheingraber on Mittwoch, 17 Oktober 2012. Posted in Cruise 2012

17. Oktober 2012

Nach einer langen Nacht für das OBS-Team und die Projektleiter ist das aus 8 Ozeanbodenseismometern bestehende Sub-Array erfolgreich auf dem Südwestindischen Rücken ausgesetzt.

01 SAM 1750

3:30 morgens im Datenraum.

Stationsplan der 8+1 Instrumente, die gestern Abend und in der Nacht ausgelegt wurden.

Stationsplan der 8+1 Instrumente, die gestern Abend und in der Nacht ausgelegt wurden.

Als Vorstudie für nächstes Jahr hatte unser Kollege Wayne auch einen absoluten Druckmesser nahe einer der ersten Stationen abgeworfen. Nachdem alle 8 Seismometer ausgelegt waren, wurde gegen 5:00 morgens der Druckmesser wieder zur Oberfläche gerufen. Zwei Stunden später wurde er mit einem kleinen Beiboot eingeholt und von der Schiffsmannschaft sicher an Deck gebracht. Heute fährt die Marion Dufresne weiter auf ihrem Kurs entlang des Ozeanischen Rückens.

Als Vorstudie für nächstes Jahr hatte unser Kollege Wayne Crawford auch einen absoluten Druckmesser nahe einer der ersten Stationen abgeworfen. Nachdem alle 8 Seismometer ausgelegt waren, wurde gegen 5:00 morgens der Druckmesser wieder zur Oberfläche gerufen. Zwei Stunden später wurde er mit einem kleinen Beiboot eingeholt und von der Schiffsmannschaft sicher an Deck gebracht. Heute fährt die Marion Dufresne weiter auf ihrem Kurs entlang des Ozeanischen Rückens.

 

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